Froschkonzert
im kleinen Paradies

Diese Seite ist ein Übungsplatz für mich, nicht für Frösche.

was lieben Frösche?

  1. Insekten
    • Fliegen
    • Mücken
    • Wespen
    • Libellen
  2. Würmer
  3. Schnecken, nackte

was mögen Frösche nicht?

  1. Ringelnattern
  2. Störche
  3. Raubvögel
  4. Katzen
  5. Skimmer
  6. Rasenmäher
Unsre Heimat ist Pietschis Schwimmteich,

hier sind wir aufgewachsen, von der kleinen Kaulquappe bis zum hübschen Wasserfrosch. Zu unserer Brunstzeit im Frühjahr geben wir ordentliche Konzerte, doch auch später muss mancher von uns sein Revier verteidigen und dazu wird halt gequakt.
Unsre Quartierfamilie hält das ganz gut aus, sie sind uns wirklich wohl gesonnen.
Die ersten Jahre, als einige Vorfahren von uns in den neuen Teich einwanderten, bekamen wir noch Namen. Zu unterscheiden sind wir an unserer tollen Zeichnung, na und auch an der Größe. Doch jetzt sind wir zu viele, obwohl es manchmal Schwund gibt.
Ja die Ringelnattern, die unseren Teich auch als super Lebensraum entdeckt haben. Zum Glück ist Pietschi Junior der beste Ringelnatternfänger den wir kennen. Diese werden dann im Eimer per Auto zum nächsten Gewässer transportiert. Manchmal ist einer von uns schon aus dem gefräßigen Maul einer Ringelnatter gerettet wurden. Das war dann gleichzeitig Schock und Freude, ein Froschherz muss ganz schön stark sein.
Im Sommer bei schönem, warmen Wetter müssen wir unser Revier allerdings mit der Pietschfamilie teilen. Diese schwimmen auch gern, doch Platz ist ja genug, das sehen wir gelassen. Auch mögen wir das Graulen unterm Hals oder leichtes Streicheln über den Kopf...., wir haben schon Zutrauen zu den Menschen.
Bestimmt werden einige von uns noch per Foto vorgestellt, denn wir sind wohl sehr fotogen.
Immer mal nachschauen, auf der Home-Pietsch, da ist Bewegung drin....

hier sind wir endlich........




Hurra, der Winter ist vorbei !!!

Nix mehr mit schlafen, die Sonne scheint in die Teichtiefen, wärmt das Wasser und hat uns geweckt. Glücklicherweise uns alle, auch die Teenies und die ganz Kleinen, die Fröschlein vom letzten Sommer. Nun können wir auf den Steinen sitzen und uns wärmen, ab und zu auch ein Insekt fangen und futtern, das klappt schon wieder.
Noch sehen wir nicht gerade frisch grün aus, eher dunkel grün bis grau. Das gibt sich aber, durch Sonne tanken. Da geht es uns wie den Menschen, die wechseln auch ihre Farbe, je nach dem wie ihre Befindlichkeit gerade ist.
Pietschis haben gleich angefangen, den Teich von Algen, Pflanzenresten und Blättern zu befreien. Hi, hi, hi, hi, das schaffen die nie. Da können sie ewig mit dem Kescher mang der Steinen und der Pflanzen fischen. Doch besser ist es wohl, wenn der Teich nicht so eine grüne Suppe wird und wir freie Bahn zum Schwimmen haben.
Ab und zu probiert ein ganz mobiler Frosch von uns schon mal seine Schallblasen aus, noch ganz zaghaft, doch es klappt. Die Frühlingsgefühle können kommen mit dem Kampf um ein Weibchen, damit man seine Supergene auch vererben kann.
Neuerdings besuchen uns auch immer so ne kleinen Tiger, sie schlappern eine Menge von unserem Wasser und schauen uns immer ganz gebannt hinterher. Man fühlt sich richtige beobachtet, dabei gehören die gar nicht in unser Quartier. Na ja, solange sie uns nicht fressen wollen, sind wir ja tolerant.
Bis bald denn,
schaut mal wieder vorbei, ob es was Neues gibt von uns.

April 2009

unsre Hormone.......




Hoch – Zeit im Schwimmteich,

doch erst einmal die traurige Nachricht.
Eines unserer prächtigen Mädels wurde von dem gefleckten Stubentiger geschnappt und auf’s Gemüsebeet verschleppt. Böse zugerichtet, ach .... nicht dran denken, schrecklich.
Gerade ein Weibchen, die wir jetzt so nötig brauchen. Revierkämpfe sind angesagt und damit ein ordentliches Froschkonzert. Unsere Schallblasen sind voll im Einsatz, da gibt es auch keine Nachtruhe. Manchmal hopst ein Männchen auch auf ein anderes Männchen, das kann in der Hitze schon mal passieren. Aber peinlich ist es doch.
Egal unsere Hormone steuern das ja, wir können überhaupt nix dafür.
Unsere Art muss erhalten bleiben. Wo so viele Gefahren auf uns lauern, brauchen wir viel Nachwuchs.
Der Schwimmskimmer im Teich, soll das Wasser ja sauber halten, ist aber eine der Gefahren, besonders für unsere Lütten. Kommen sie in dessen Nähe, schlups werden sie angesaugt und wech sind sie. Wenn da nicht ein Pietschi mal nachschaut und den Frosch rettet, ist er verloren, nö erstickt.
Ein Graureiher schaut auch immer mal nach uns oder nach den Bitterlingen die mit uns im Teich leben. Der Teich ist aber wirklich so klar, da kann uns so ein Vogel schon von weit oben sehen. Wir wissen nicht so genau, ob er uns mag. Sicher ist jedenfalls, wir tauchen ab oder verstecken uns.
Werden über unseren Nachwuchserfolg berichten, bissel Geduld noch.
April / Mai 2009

Gefahr, Gefahr !!!




Was ist denn geschehen ???

Wir sind so wenige geworden, echt überschaubar.
Wo sind meine vielen Froschkumpels, unsre Lütten, fast alle weg. Vielleicht ausgewandert, um die große weite Welt zu entdecken? Oder Opfer von unseren Feinden geworden?
...... keine Ahnung, *traurig.
Von den vielen Kaulquappchen, die wir mühe- und freudvoll gezeugt haben, ist auch nichts mehr da. Sind es die Amseln, Elstern oder Eichelhäher, die unseren Nachwuchs vertilgt haben???
Zwei Ringelnattern wurden von Mutter Pietsch ganz mutig mit der Grillzange gefangen und weit weg von uns wieder ausgesetzt. Übrigens, die Grillzange mit solch weichen Greifbacken, erweist sich als super Werkzeug zum Ringelnatterfang, nur so als Tipp, wer die Schlangen nicht anfassen mög. Manche mögen sie ja, so wie ein Enkelnachwuchs der Pietschfamilie.
Jedenfalls ist es ziemlich ruhig geworden bei uns. Der Teich ist trotzdem wunderschön, die Seerosen blühen ununterbrochen. Auch die Mummeln, Sumpf-Vergissmeinnicht und die Schwertlilien blühen. Die Minze, der Fieberklee und der Kalmus wuchern.
Letztens hat Pietsch Junior doch mal mit solch Schlammsauger bei uns herumgewirtschaftet. Dann musste er rein in den Teich, auf Grund tauchen, weil sich Schrauben gelöst hatten von dem Teil. Besonders warm war es nicht, doch er ist ja kein Weichei.
Die Technik, mit der sich die Menschen so herumärgern, scheint aber wirklich nicht optimal. Um was sie sich auch alles kümmern müssen, da ist ein Froschleben doch einfacher.
Bis später mal, wenn hoffentlich wieder mehr los ist bei uns.
Juni 2009

Sommer, Sonne, wohlfühlen




Wir sind alle wieder da,

super, der Teich ist voll mit uns.
Paar dicke Quappen haben sich schon zu Winzlingen von Fröschen entwickelt, so was Zierliches, echt süß.
Leider ist „Freundin Natter“ auch unterwegs und die Kleinen sind eine leichte Beute.
Ringelnatter Nr. 8 ist ein besonders raffiniertes Tier, lässt sich einfach nicht fangen oder entwischt halt wieder. Da nutz auch die beste Grillzange nicht, obwohl Mutter Pietschi sich alle Mühe gibt. Schon an einem lebensrettenden Paniksprung von uns, erkennt sie, dass Gefahr für uns droht. Und die Grillzange ist immer griffbereit, auch beim Mittagsschläfchen der Menschen.
Seit Pietschi Junior aus der Flachwasserzone Schilf ausgerottet und aus dem Regenerationsteich den wuchernden Kalmus eingedämmt hat, ist der Teich etwas trüb, man sieht kaum den Boden. Wir hoffen, dies gibt sich wieder, obwohl so Naturtrüb kann ja nicht schädlich sein.
Jetzt bei dem warmen Sommerwetter ist unsere Hauptbeschäftigung relaxen. Einer von uns hat sich dafür die Seerose ausgesucht, will er Däumelinchen spielen? Das lag aber in einer Nussschale, na vielleicht weiß mein Kumpel das nicht.
Ein anderer sitzt gern im Rosmarintopf. Was geht wohl in einem Froschhirn vor sich, doch vielleicht ist er da vor der Natter sicher, wer weiß?
Auch haben wir zur Zeit ordentlichen Appetit. Die Kokardenblumen in der Nähe vom Teichrand sind oft unser Ziel, da tummeln sich leckere, mopplige Hummeln. Ganz einfach ist es aber nicht, sich da ran zu pirschen und gezielt hoch zu springen, doch der Einsatz lohnt sich.
Mutter Pietsch meint zwar, es wäre echt besser, wir würden uns auf Wespen spezialisieren, denn auf diese ist sie allergisch. Aber sollen wir etwa auf den gedeckten Tisch unserer Quartierfamilie hopsen?
Wir wissen doch, was sich gehört !!!
August 2009

Nummer 8 ist gefangen, war sehr groß und zischte doll, als sie in der Zange hing

Unser Froschjahr geht zu Ende,

der schöne September hat uns letztmals in gute Form gebracht, sogar paar vorsichtige Quaker waren zu hören in der Sonne. Und.....Mutter Pietschi hat noch zwei Schlangen gefangen, hoffentlich verlernt sie das nicht über die lange Winterzeit.
Unser Revier wurde geputzt, da ist ein Fremder bei uns eingestiegen, hat mit großem Messer Grünzeug geschnitten, mit ner Bürste am langen Stiel die Wände geschruppt und dann noch den Boden gesaugt. So ganz zufrieden sind unsre Quartiereltern wohl doch nicht. Also geht’s nochmals los, mit Kescher Algenfischen und vergammelndes Grünzeug schneiden.
Dann werden noch paar Wasserhähne zugedreht, dann plätschert die Quelle nicht mehr. Die Menschen sagen dazu „Winterfest machen“.
Wir sind lieber abgetaucht und wollen jetzt unsre Ruhe haben.
Wollen träumen von warmen Sonnenstrahlen, aufgewärmten Steinen, großen Seerosenblättern, leckeren Mücken, bunten Blumen von dicken Hummeln umbrummt, farbenprächtigen Schmetterlingen, von unseren Quakkonzerten und den Kampf um unsere Mädels, ach einfach vom unseren schönen, schönen Froschleben.
Verstehen eh nicht, wieso die Menschen es nicht so machen wie wir und den langen, kalten, dunklen Winter einfach verschlafen. Doch diese Spezies wissen ja was sie tun.
Ciao denn ihr Froschfreunde und haltet durch, der nächste Frühling kommt bestimmt.
Oktober 2009

Hausbesetzerszene




Frühlingserwachen

Nach diesem endlosen Winter wollen wir uns nun noch einmal melden, obwohl unser Jahresbuch ja geschlossen werden sollte.
Doch wir können unsere Froschfreunde ja nicht im Ungewissen lassen, ob und wie wir den Winter unter Eis- und Schneedecke überstanden haben.
Sichtbare Verluste gab es nicht, niemand schwimmt bäuchlings auf dem Teich. Doch wir schwächeln schon noch sehr, die Lütten wie die Großen. Da hilft nur Sonnenschein nutzen und ordentlich auftanken, damit wir wieder zu Kräften kommen.

Ein Entenpärchen besucht uns jetzt jeden Morgen. Bestimmt wollen sie nichts von uns, doch Schnäbel jagen uns immer Furcht ein, egal wie groß sie sind. Mögen sie woanders ihre Liebesspiele treiben und unsren Teich nicht noch düngen.

Droben in luftiger Höhe tobt auch das Leben oder besser der Kampf. Blaumeisen, Kohlmeisen, Spatzen, ja selbst Stare versuchen den Nistkasten für sich zu erobern.
Für Blaumeisen ist er von unsrem Quartiervater erbaut.
Ob es je etwas wird mit dem Nestbau und der Eierleger- und Brüterei bleibt ab zuwarten, wer denn siegt.

Wir haben es wirklich viel einfacher.
Wir fröscheln mit jedem der Spaß dran hat, brauchen uns nicht binden, bauen keine Nester, brauchen unsre Jungen nicht mühselig füttern und aufziehen bis sie flügge sind.
Nee, dafür sorgt unsre Natur selbst. Unser Froschleben ist doch einfach optimal.

Und so quaken wir froh und munter und wenn wir nicht aufgefressen werden, leben wir heute noch.
Ostern 2010
hops
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